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Podiumsdiskussion "Wissen oder Schicksal? Chancen und Grenzen der Gendiagnostik am Lebensbeginn"

Rämistrasse 69

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Sozial

Die Möglichkeiten der modernen Medizin wachsen rasant. Heute ist es bereits möglich, genetische Informationen über ein ungeborenes Kind zu gewinnen – teils schon früh in der Schwangerschaft und ohne invasiven Eingriff. Auch nach der Geburt werden Neugeborene in der Schweiz routinemässig auf bestimmte seltene Krankheiten getestet. Diese Entwicklungen werfen wichtige Fragen auf: Was soll getestet werden und was nicht? Wo liegen die Chancen früher Diagnosen? Und wo beginnen ethische, rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen? In der Schweiz ist das Neugeborenen-Screening derzeit auf 11 seltene Krankheiten beschränkt, bei denen eine frühe Behandlung entscheidend ist. International wird jedoch zunehmend diskutiert, ob genetische Tests künftig deutlich ausgeweitet werden sollen etwa auf ganze Geburtenjahrgänge. Gleichzeitig kommen genetische Untersuchungen bereits heute in der pränatalen Diagnostik zum Einsatz, etwa während der Schwangerschaft oder im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik. Doch mehr Wissen bedeutet nicht automatisch bessere Entscheidungen. Fragen nach Selbstbestimmung, Verantwortung, Datenschutz und dem Umgang mit Unsicherheit betreffen uns alle – insbesondere werdende Eltern, Betroffene und die Gesellschaft als Ganzes. Expertinnen aus Medizin, Ethik, Recht und weiteren Fachrichtungen beleuchten die Chancen und Grenzen genetischer Screeningverfahren bewusst unter Einbezug der Perspektiven von Betroffenen. Ziel ist es, transparent und verständlich aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es heute gibt, welche künftig denkbar wären und welche Werte dabei auf dem Spiel stehen. Im Anschluss an die Diskussion ist Raum für Fragen, Meinungen und einen offenen Austausch mit dem Publikum.

Quelle

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